Pflegebedürftig – und nun? Überlegen Sie rechtzeitig, was mit der Immobilie Ihrer alternden Angehörigen passieren soll

 

Niemand möchte seine über Jahre lieb gewonnene Immobilie freiwillig verlassen. Gerade ältere Menschen klammern sich oft mit aller Energie an ihr Zuhause, so lange wie nur irgend möglich. Doch irgendwann geht es in vielen Fällen wirklich nicht mehr. Dann ist es gut, wenn es einen Plan gibt – sowohl für Ihre Angehörigen als auch für die Immobilie.

 

Ihre Großeltern leben seit Langem in ihrem eigenen Haus. Das Ideal, das ihnen vorschwebt, ist, bis an ihr Lebensende in diesem Haus bleiben zu können und schließlich auch dort zu sterben. Beide gemeinsam, Arm in Arm, friedlich auf dem Sofa, nach einem letzten Glas Rotwein. Doch leider ist dieser Wunsch nicht in allzu vielen Fällen realisierbar. Mit fortschreitendem Alter wird das Leben in der alten Immobilie immer schwieriger. Bei immer mehr Tätigkeiten benötigen Ihre Großeltern Hilfe.

 

Auch wenn Sie nicht darüber sprechen – denken Sie immer einen Schritt voraus!

 

Pflegestufe 1 – Pflegestufe 2 – mit einem barrierefreien Umbau der Immobilie lässt sich vielleicht noch vieles arrangieren. Das bedeutet natürlich erhebliche Kosten, bewahrt aber vorerst vor dem gefürchteten Umzug in ein Pflegeheim. Auch Sie wollen Ihre Großeltern sicher so lange wie möglich vor diesem Schritt bewahren. Aus Mitgefühl vermeiden Sie es, auch nur davon zu sprechen, dass es eines Tages – sehr wahrscheinlich – doch dazu kommen wird. Das ist psychologisch absolut verständlich, und in Gegenwart der betroffenen Angehörigen eventuell auch genau das Richtige. Es sollte Sie allerdings nicht davon abhalten, sich trotzdem rechtzeitig darüber klar zu werden: Was werde ich tun, wenn meine Großeltern sich nicht mehr selbst versorgen und auch nicht mehr zu Hause betreut werden können? Gibt es eine Alternative zum Pflegeheim, kann ich sie bei mir zu Hause aufnehmen und eine bedarfsgerechte Pflege gewährleisten? Und was passiert dann eigentlich mit dem Haus?

 

Der Makler – nicht nur ein Immobilienprofi, auch ein Gesprächspartner

 

Mit Sicherheit ist ein Immobilienmakler nicht der erste Ansprechpartner, der Ihnen einfällt, um über Ihre pflegebedürftigen Großeltern zu sprechen. Trotzdem ist es keineswegs abwegig, sich in Ihrer Situation von einem Makler beraten zu lassen, und zwar nicht nur im Hinblick auf den anstehenden Verkauf – vielleicht auch die Vermietung – der Immobilie, wenn Ihre Großeltern dann doch nicht mehr dort bleiben können. Makler kennen vergleichbare Lebenslagen meistens recht gut, denn Immobilienverkäufe stehen oft im Kontext von Alter und Tod der Eigentümer. Somit können Sie durchaus erwarten, in einem Makler auch einen verständnisvollen Gesprächspartner zu finden, einen guten Ratgeber auch über das Thema Immobilie hinaus.

 

Kommt es schließlich dazu, dass Ihre Großeltern in ein Pflegeheim ziehen müssen, das Sie in aller Ruhe und mit großer Sorgfalt für sie ausgesucht haben, werden die Großeltern wahrscheinlich erleichtert sein, wenn Sie sich gemeinsam mit dem Makler schon Gedanken gemacht haben, was die beste Lösung für die Immobilie ist – ein Verkauf zu Lebzeiten, oder, falls das Haus vererbt werden soll, eine rechtssichere testamentarische Verfügung.

 

 

Ihre Angehörigen müssen in eine altersgerechte Wohnung oder ein Pflegeheim ziehen, und wissen nicht, was sie mit ihrer Immobilie machen sollen? Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten.

 

Sie benötigen weitere Informationen:

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Pflege/_inhalt.html

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/pflege/pflegeversicherung-zahlen-und-fakten.html

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pflegestufe?title=Pflegestufe&redirect=no

 


Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto:  Studiolaut/Depositphoto

 

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